Sauerteig und Joghurt brauchen zum gären bestimmte Temperaturen. Dafür gibt es Gärboxen und Heizplatten. Die nehmen allerdings Platz weg und kosten Geld.
Wenn man einen 3D Drucker hat, könnte man auf die Idee kommen doch die Heizplatte des Druckers für diesen Zweck zu nutzen. Allerdings macht einem da ein Sicherheitsfeature einen Strich durch die Rechnung: Moderne 3D Drucker schalten die Heizung der Düse und des Druckbettes ab, wenn der Drucker 30 Minuten lang nichts zu tun hat.
Die Lösung ist jedoch einfach: Eine einfache Druckdatei, die die Heizung aktiviert und dann den Drucker beliebig lange warten lässt:
M190 S35 # Heizplatte auf 35 Grad aufwärmen
G4 S43200 # 12 Stunden warten
Diese Datei kann man als .gcode-Datei dann einfach auf den Drucker kopieren und "drucken". Man kann auch während des simulierten Drucks die Temperatur der Heizplatte ändern.
Die Temperatur ist hier mit 35 Grad etwas über dem, was ein Sauerteig bzw. Sauerteig-Starter benötigt, jedoch geht ja auch etwas verloren und der Teig selbst erreicht nicht die Temperatur des Druckbettes.